
Der Alte Leuchtturm
Er ist der älteste Leuchtturm und zugleich das älteste Bauwerk aller Ostfriesischen Inseln. Archäologische Grabungen auf Borkum ergaben, dass es hier im 14. Jahrhundert schon eine kleine Kirche gab. 1576 ersetzte die Stadt Emden den Kirchturm der kleinen Kirche durch einen 40 Meter hohen Turm, als Tagesmarke für die Schifffahrt: Die Seefahrt rund um das gefürchtete Borkumriff wurde ein kleines Stück sicherer. 1817 wurde alles einfacher: Das Königreich Hannover ließ den Alten Borkumer Turm von einer Tagesmarke zum Leuchtturm mit Öllampen und Parabolspiegeln umbauen. Als der Leuchtturm 1879 ausbrannte, errichtete Preußen den Neuen Borkumer Leuchtturm.
© Babs Müller auf pixabay.com

Der Elektrische Leuchtturm
Er sieht aus, wie man sich einen „richtigen“ Leuchtturm vorstellt. Rund, rot-weiß gestreift und inmitten der Dünen. Den Erbauern ging es um 1890 aber weniger darum, das perfekte Urlaubsmotiv zu erschaffen, sondern darum, die Nachtschifffahrt im Bereich der Emsmündung noch sicherer zu machen. In Betrieb ist er bereits seit einigen Jahren nicht mehr. Was den elektrischen Leuchtturm nicht davon abhalten kann, mit seinem Anstrich auch weiterhin eine fast schon klischeehaft schöne Nordsee-Romantik auszustrahlen. Der 27 Meter hohe Elektrische Leuchtturm befindet sich auf der Randdüne südlich des Ortskerns von Borkum und ist von dort mit einem 15-minütigen Fußmarsch gut zu erreichen.
Am 11. August 2003 löschte das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Emden das Leitfeuer, da gegenwärtig eine Sandbank durch das Fahrwasser läuft. Der Turm dient als Radarantennenträger weiterhin der im deutsch-niederländischen Verkehrssicherungssystem in der Emsmündung.
© Joerg Schulze auf pixabay.com