Inseltied | Magazin
01 | 2023
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Egal ob zu Wasser oder an Land – Kiten macht einfach Spaß!

© Moritz Kaufmann - Nordsee Heilbad Borkum GmbH

Nicht nur das Strandsegeln, sondern auch das Kitesurfing und das Kitebuggyfahren erfreut sich auf der Nordseeinsel großer Beliebtheit. Eine lange Sandbank in einer von der Nordsee-Brandung geschützten Bucht bietet ideale Voraussetzungen für Kitesurfer. Mit einem langen Board werden die Surfer von einem „Kite“ (auf Deutsch „Drachen“) durch das Wasser gezogen. Die begünstigten Wetterbedingungen sorgen für einen größeren Auftrieb des „Kites“. Somit kann der Surfer viel höhere Sprünge wagen als beim traditionellen Windsurfing.

4 Facts zum Kitesurfen, die du wissen solltest:

  1. Kitesurfen ist im Vergleich zu anderen Sportarten wie Skifahren oder Surfen leichter zu lernen. Bei dem ein oder anderen kann es auch mal länger dauern, aber grundsätzlich ist der Sport für jedermann geeignet.
  2. Du brauchst keine Arme aus Stahl oder musst extrem muskulös gebaut sein. Denn die Kraft des Windes wird vom Trapez aufgenommen, welches du als Surfer um die Hüfte geschnürt hast, so dass der ganze Körper die Arbeit macht. Die Arme benutzt du nur zum Lenken. Darum gibt es beim Kiten auch keine Altersbeschränkung. Egal ob 20 oder 50. Kiten kann jeder lernen. 
  3. Eine Kombination aus Windstärke und Körpergewicht bestimmen die Größe deines Kites. Hier ist eine individuelle Anpassung erforderlich.
  4. Kitesurfen gehört zu den gefährlichen Sportarten, da du dich dem Wind - und damit den Naturkräften - aussetzt. Aber eine gute Ausrüstung minimiert das Risiko schon mal sehr. Und eine vernünftige Ausbildung ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Darum: Lass dir das Kiten von einem Profi beibringen.

Borkum als angesagter Treffpunkt der Kitebuggy-Szene 

Seit den 1990er-Jahren kennt man den Rennsport Kitebuggyfahren. Und seitdem hat er sich immer mehr zur beliebten Trendsportart entwickelt. Von einem großen Drachen (= Kite) gezogen – und somit einzig durch Windkraft angetrieben – gehören die dreirädrigen Buggys besonders an den Stränden Borkums mittlerweile fast schon zum gewohnten Bild. In Höchstgeschwindigkeit flitzen die Kitebuggy-Piloten hier über den festen Sand, während sie mit ihren Händen den Kite und mit den Füßen den Buggy kontrollieren. Geschwindigkeiten bis zu 130 km/h lassen das Herz eines jeden Windsportlers höherschlagen. Und der Vorteil: Beim Kitebuggyfahren ist, dass es an Land statt findet. Auch wenn du also kein so guter Schwimmer bist, kannst du kiten und die Naturkräfte spüren.

2018 fand auf Borkum zum ersten Mal die Weltmeisterschaft statt. Der Rennsport passt aber auch zu gut auf die Insel, denn die Bedingungen vor Ort sind auch hierfür perfekt.